TRIBO Hartstoff GmbH
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 Hochtemperatureigenschaften von Hartmetallen

 Warmhärte

  • Mit steigender Temperatur nimmt die Härte von WC-Co-Hartmetallen ab. Dieser Härteabfall ist jedoch wesentlich geringer als der von Schnellstahl im gleichen Temperaturintervall.
  • TiC- und (Ta,Nb)C-Zusätze erhöhen die Warmhärte erheblich; gleichzeitig verringern sie die Abnahme der Warmhärte bei steigender Temperatur.
  • Bei langer Verweildauer im Hochtemperaturfeld nimmt die Härte ab, da durch Rekristallisation bzw. Kornvergröberung eine Strukturvergrößerung eintritt, mit der ein Härteabfall einhergeht.
  • Hartmetallsorten mit hohem Mischkarbidanteil wie z. B. S25 oder S40 besitzen bei 800 °C noch eine Härte von ca. 800 HV30, während die WC-Co-Sorte F10 unter diesen Bedingungen nur ca. 550 HV30 aufweist. Dennoch wird F10 erfolgreich z. B. als Schaftwerkzeug zur Stahlbearbeitung eingesetzt; der Erfolg wird durch eine Beschichtung des Schneidenbereichs mit einer hochwarmfesten, reinen Hartstoffschicht gewährleistet.




    Abb 1. Härte von HM-Legierungen in Abhängigkeit von der Temperatur
  • Im oben definierten Temperaturbereich ist die Härte trotz Abfalls immer noch mit der von Stahl bei RT vergleichbar.  
Weiter mit dem Kapitel "Biegefestigkeit"
Inhalt:
1. Hartmetalleinsatz bei erhöhten
    Temperaturen
2. Chemische Beständigkeit
3. Warmhärte
4. Biegefestigkeit
5. Wärmeausdehnung
6. Warmfestigkeit
7. Wechselfestigkeit,
    Ermüdungsfestigkeit