- Die Festigkeit der Hartmetalle bei erhöhten Temperaturen ist das Charakteristikum
diese Legierungen und macht sie dadurch so unentbehrlich für den technischen Einsatz.
Sie wird statisch bei Druck- wie auch dynamisch für Biege- und Wechselbelastungen
ausgenutzt.
- Insbesondere bei den Schneidhartmetallen bedient man sich der vorzüglichen Druckfestigkeit
bei Temperaturen bis zu 1100 °C an der Spanfläche.
- In der Umformtechnik treten derartig hohe Temperaturen nicht auf. Der Bereich höherer
Temperaturen sollte aber dennoch nicht verwendet werden, weil die Festigkeitseigenschaften
der meist hochkobalthaltigen Hartmetalle ohnehin geringer sind und wegen des hohen
Co-Gehalts dann signifikant schnell weiter abfallen.
- Unter erhöhten Temperaturen ist auch die Druckfestigkeit noch signifikant hoch;
eine Anwendung zur Warmumformung bzw. generell zur Umformung von Materialien, bei
denen immer Wärme frei wird, wäre sonst nicht möglich.
- Der E-Modul von Hartmetallen ist etwa dreimal so hoch wie der von Stahl. Unter Temperatureinwirkung
verringert er sich, ohne jedoch den von Stahl zu erreichen,
d. h. Hartmetall ist immer noch das steifste Material..
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