TRIBO Hartstoff GmbH
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 Hochtemperatureigenschaften von Hartmetallen

 Chemische Beständigkeit

  • Das Hochtemperaturverhalten der Hartmetalle ist in erster Linie von der Arbeitsatmosphäre abhängig.
  • WC-Co-Hartmetalle gelten als praktisch nicht oxidationsbeständig bzw. nicht zunderbeständig.
  • WC-(Ti,Ta,Nb)C-Co-HM gelten etwa ab 650 bis 700 °C, WC-TiC-Co-HM ab etwa 750 °C und Cermets gar erst ab 1200 °C als nur bedingt einsetzbar.
  • Bereits ab ca. 700 °C und einer Dauer von 24 Std. ist in Luftatmosphäre mit einer Gewichtszunahme durch Oxidation in der Größenordnung von > 1 % zu rechnen
  • Bei höheren Temperaturen ist die Gewichtszunahme um ein Vielfaches größer
    z. B. 

    Temperatur Dauer in Std. Gewichtszunahme in %
    800 1 0,8
    900 1 3,5
    1000 1 6,3
     
  • Die oben gemachten Aussagen gelten gleichermaßen für alle WC-Co- Hartmetalle. Für Feinst- und Ultrafeinstkornsorten ist die Oxidationsbeständigkeit nur unwesentlich besser.
  • WC-Co-Sorten sollten daher nicht über 500 °C in Luftatmosphäre dauerhaft eingesetzt werden.
  • Die WC-Ni-Hartmetalle sind wegen ihrer Zusammensetzung, insbesondere auf Grund des Cr-Gehaltes beständiger.
  • Bessere Zunderfestigkeit besitzen dreiphasige Hartmetalle. Besonders gute Ergebnisse liefern TiC-legierte Hartmetalle oder aber TiC-Ni-Co-Cr-Hartmetalle, die auch bei 1200 °C nach 60 Std. noch stabil sind. 
  • Gegenüber Stickstoff verhalten sich Hartmetalle indifferent. Bei gleichzeitiger Druckbeaufschlagung kommt es jedoch im oberflächennahen Bereich (ca. 50 nm) zur N2-Aufnahme durch Diffusion.
Weiter mit dem Kapitel "Warmhärte"
Inhalt:
1. Hartmetalleinsatz bei erhöhten
    Temperaturen
2. Chemische Beständigkeit
3. Warmhärte
4. Biegefestigkeit
5. Wärmeausdehnung
6. Warmfestigkeit
7. Wechselfestigkeit,
    Ermüdungsfestigkeit